PURE PHOTOGRAPHY & Galerie für Kunst, Medien und Design

Die Ausstellung von Heike Baltruweit und René Kühl zeigt ungewohnte Sichten auf ihre Alltagsumgebung und lässt die Besucher Kunst in einer neuen Dimension erleben. Durch Augmented Reality (AR)* verschmilzt die reale mit der virtuellen Welt: Die abstrakten Kompositionen "lösen" sich auf und machen ihren Ursprungsort oder ihren Bezug zu gemalten Werken sichtbar.

Heike Baltruweit sieht ihre Umgebung als natürlichen Ausstellungsraum und stellt ihre oft wie gemalt wirkenden Fotografien völlig unbearbeitet aus. Die abstrakten ästhetischen Kompositionen findet sie in Spiegelungen im Wasser, an verwitterten Betonwänden, auf marodem Straßenpflaster und in stillgelegten Fabrikhallen. Die Kompositionen ihrer Fotografien rufen Assoziationen zu bildender Kunst oder Grafik hervor. Sie zeigen, dass viele von Künstlern erfundene Formen und Darstellungstechniken sich auch fotografisch in der realen Welt wiederfinden lassen. Spiegelungen von Menschen auf einer Plastikplane wecken Assoziationen zu Rakelbildern von Gerhard Richter; Reflektionen im Wasser erinnern an Schwimmbadbilder von David Hockney.

René Kühl lebt und arbeitet in Hamburg. Die Arbeitsprozesse, seine Fotos, Skulpturen und Mixed Media – Kunstwerke beginnen mit einem konzeptionellen Ansatz. Er fängt in seinen Fotos ganz präzise Momente von minimalistischer Banalität ein. Zu Beginn setzt er seine Ideen dreidimensional als Skulptur um. Durch Wiederholungen, das Einfangen von Bewegung ( wie z.B. Rauch oder Flüssigkeit) werden Momente, die für uns fast nicht sichtbar sind, im Bild fest-gehalten. Die Farbgebung der Fotos unterstützt die Klarheit der Kompositionen und lässt diese eine besondere Atmosphäre ausstrahlen.

Darüber hinaus werden Werke von Jill Ann Press, Will Barras, Inka Uzoma und Robert Laß gezeigt.

*Augmented Reality (AR) steht für erweiterte Realität

Heike Baltruweit / René Kühl

Ceci n'est pas …
15.02.20  -  31.08.20