Galerie Vera Munro

Liebe Freunde der Galerie,

 

 

wir möchten Sie gern auf unsere erste Ausstellung der jungen kubanischen Künstlerin LAURA CARRALERO Garden of Paradise aufmerksam machen.

Seit 2017 erforscht die 29-jährige Laura Carralero mit einer umfassenden Studie die Kunst des XIII. bis XV. Jahrhunderts, in welcher sie das Werk von Meistern wie Fra Angelico, Giotto und Piero della Francesca reflektiert. Die Symbolik der ikonographischen Elemente, gepaart mit einem starken Interesse für die architektonischen Elemente der Gemälde dieser Epochen, inspirieren Carralero dazu, eigene, idiosynkratrische Szenerien zu entwickeln.

Mit dem Ziel, eine Szenografie ohne erkennbaren Kontext zu schaffen, beabsichtigt Laura Carralero die Transzendenz heiliger Orte und ihre emblematische Darstellung in Zeiten zu erforschen, in denen Kunst nicht als ein Mittel zur Selbstdarstellung angesehen wurde, sondern der Konstruktion von Gedanken diente.

In dieser Ausstellung präsentiert die Künstlerin eine neue Werksserie, die von dem Konzept der russischen Ikone geprägt ist, welches bis heute nichts von seiner Kraft und Aktualität verloren hat. Carralero sieht die Essenz der Ikone in der Fähigkeit, die ideale Form zu erhalten und zu reproduzieren.

Auch wenn er völlig realitätsfern ist, führen uns der Begriff der russischen Ikone sowie seine Idealisierung zu einer verklärten Realität. Sowohl in der Ontologie als auch im Prozess der Ausarbeitung der Form, ihrer Durchdringung mit Entschlossenheit und Individualität, müssen wir die Fülle der Formen ablehnen: auch deshalb erlaubte der Gebrauch der umgekehrten Perspektive logische Proportionen zu ignorieren, um das Wesen der Dinge zu manifestieren

(Laura Carralero)

 

Trotz ihres jungen Alters wurden Carraleros Arbeiten in ganz Kuba ausgestellt und zweimal auf der Biennale von Havanna gezeigt. Die Künstlerin hat an Gruppenausstellungen in den Vereinigten Staaten (Averies Gallery, Philadelphia, Lois Lambert Gallery, Santa Monica) und in Europa (Galerie Mai 36, Zürich) teilgenommen. Laura Carralero wurde 1991 in Holguín, Kuba geboren. Sie lebt und arbeitet in Havanna.

 

Kontaktieren Sie uns bitte, wenn Sie weitere Informationen oder Abbildungen benötigen. Die Künstlerin wird während der Eröffnung anwesend sein und steht Ihnen für Interviews gern zur Verfügung. 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch.

LAURA CARRALERO

Garden of Paradise
25.03.20  -  30.06.20

Diese Ausstellung zeigt eine neue Gruppe von Gemälden des Künstlers, die sich - inspiriert von Werken Fra Angelicos, Filippo Lippis und Pieter Saenredams - mit Vorstellungen von Glauben und kultureller Verdrängung auseinandersetzt. 

Die Arbeiten der Werkserie “After Saenredam“ bestehen aus neu konzipierten Innenräumen einer Kirche, an denen der niederländische Maler Pieter Saenredam einst gearbeitet hat und stellen Vorstellungen von Historizität und Gegenwart in Frage.  

 

Weitere Bilder des Zyklus "Apostasy" re-kontextualisieren Fra Angelicos Verkündigungsdiptychon von der Kirche in die Galerie, wo sie in die Erfahrung des Zeitgenössischen und der zeitgenössischen Kunstvorstellungen einfließen. Dies erfolgt innerhalb des einzelnen Bildes sowie innerhalb der Galerie als Ganzem.  Der Betrachter wird ermutigt, die Distanz zwischen dem abgebildeten Raum und dem realen Raum zu überwinden und sich skeptisch mit den Grenzen des Glaubens auseinanderzusetzen; sowohl in der Religion als auch in der Kunst. Ungeachtet dessen, besuchen wir nach wie vor Kirchen in aller Welt. Neben der Faszination für ihre Architektur empfinden wir sie – unabhängig von Glaubensfragen – als einen spirituellen Ort. 

 

In seiner über zwanzigjährigen Karriere wurden Winstanleys Arbeiten in Europa und Amerika ausgestellt. Jüngste Einzelausstellungen umfassen unter anderem Alan Cristea (London) Mitchell-Innes & Nash (New York), 1301PE (Los Angeles), Kerlin Gallery (Dublin) und Artspace (Auckland). Ferner wurde das Werk des Künstlers in Gruppenausstellungen unter anderem im Irish Museum of Art (Dublin) der Kunsthalle 

(Hamburg), Museum of Contemporary Art (Los Angeles), Tate Gallery (London) und dem Museo Cantonale d´arte und Museo d´arte (Lugano) gezeigt. Seine Arbeiten sind in verschiedenen Museumssammlungen u.a. dem Museum of Contemporary Art (Los Angeles), dem Irish Museum of Modern Art (Dublin), der Tate Gallery (London) und dem The British Council sowie wichtigen Privatsammlungen weltweit vertreten.

Paul Winstanley wurde 1954 in Manchester geboren. Er lebt und arbeitet in London. 

Paul Winstanley

Altered States
06.11.19  -  28.02.20

Liebe Freunde der Galerie, 

gern möchten wir Sie auf die Ausstellung A Gift of My Parents von ROSEMARIE TROCKEL aufmerksam machen, die im Rahmen der Nick and Vera Munro Foundation stattfinden wird.

ROSEMARIE TROCKEL ist eine der ausdrucksstärksten KünstlerInnen unserer Zeit. 

In ihren facettenreichen und medienübergreifenden Werken referiert sie auf den Kanon der Kunstgeschichte sowie aktuelle gesellschaftspolitische Diskurse und übt daran subtile und treffende Kritik. In der präzisen Formensprache ihrer Arbeiten materialisieren sich Ideen, sie zeigen Konzepte, ohne diese zu artikulieren. Konzept und Materialität der medien- und gattungsübergreifenden Kunstwerke sind miteinander verflochten, ohne eine vordergründige Aussage zu treffen. Scharfsinnig hinterfragt sie sowohl künstlerische Prozesse wie auch gesellschaftliche Phänomene. TROCKELS künstlerisches Œuvre entzieht sich jeglicher Kategorisierung.  

ROSEMARIE TROCKEL ist 1952 in Schwerte geboren. Ihre Arbeiten werden in den bedeutendsten Institutionen der modernen und zeitgenössischen Kunst weltweit gezeigt und sind mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet worden. Sie lebt und arbeitet in Köln und Berlin.

Die Galerie Vera Munro präsentiert in der Ausstellung A Gift of M­­y Parents (7. Mai 2020 – Januar 2021) neue Werke der Künstlerin. Gezeigt werden zwei Projektionen sowie das großformatige „CLUSTER IV - Subterranean illumination“ (2020), eine Installation aus ca. 25 überarbeiteten Digitaldrucken. Als Block gehängt werden unterschiedliche fotografische Motive miteinander kombiniert und so ein Netz von Verweisen gebildet, welches sowohl TROCKELS eigenes Œuvre diskutiert, als auch gesellschaftliche und kulturelle Prozesse. Die Kunstwerke wurden im Rahmen der Nick and Vera Munro Foundation für den Anlass der ersten Stiftungsausstellung kreiert, wo sie nun erstmals öffentlich zu sehen sein werden. Anschließend werden die Arbeiten an eine Museumssammlung übergeben. Zu der Ausstellung erscheint eine Publikation mit Texten von Yilmaz Dziewior (Museum Ludwig, Köln) und Brigid Doherty (Princeton University, USA).

ROSEMARIE TROCKEL

A Gift of My Parents
07.05.20  -  31.01.21