Galerie Karin Guenther

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Harald Popp

Flugbahn der Eule
30.01.20  -  28.03.20

Niklas Maak
Die gezeichnete Moderne - Anmerkungen eines Hamburgers zum Bild seiner Stadt

Ausschnitt aus Dishammonia, Zeichnungen: Michala Melián, Text: Niklas Maak
Herausgegeben von Hans Jochen Waitz, Spector Books Leipzig, 2019

Die Publikation erscheint anlässlich der temporären Installation Dishammonia an der Fassade des Gebäudes: Schulterblatt 73, Hamburg

Die Künstlerin Michaela Melián zeigt mit DISHAMMONIA eine Art gezeichneter Fantasiestadt, ein urbanistisches Amalgam aus Häusern und Brücken, bei denen die Hamburger ein Déjà-vu haben werden – denn es sind alles moderne Gebäude ihrer Stadt, die entweder schon abgerissen wurden oder noch abgerissen werden sollen: das Allianz-Hochhaus und der Ballsaal auf der Veddel, das BP-Haus und das Deutschlandhaus, die Postbank City-Nord und die Post-Pyramide, Schilleroper und Schule Neuhof, Stadthaus und Sternbrücke, Zollamt Veddel und City-Hof.[nbsp]

Man kann Meliáns Zeichnung der verschwundenen und bedrohten Utopien, ihre Idealstadt der modernen hanseatischen Zukunftsträume, als einen Aufruf zu einer großen, viel zu selten geführten Debatte darüber lesen, was mit einer Stadt nicht nur ästhetisch, sondern auch sozial passiert, wenn Orte, die umgenutzt werden und weniger betuchten Teilen der Bevölkerung Unterkunft und Raum für Experimente geben könnten, abrasiert und durch Geldmaschinenarchitektur ersetzt werden.

Dabei geht Meliáns Collage aber ästhetisch weit über einen bloßen Agit-Prop-Aufruf zur Rettung des modern-utopischen Erbes hinaus. Sie zeichnet all diese Bauten als fast zarte, schwarze Outlines, so, als wolle sie mit dem Stift die Form, den Geist dieser entweichenden, immer unsichtbareren Moderne festhalten. Damit greift sie auf ein formales Verfahren zurück, das sie seit langer Zeit, zuletzt mit der Arbeit Reeducation, von 2014 erprobt; sie zeigte damals in gleicher Zeichentechnik die Grindel-Hochhäuser in Hamburg, einen Neubaukomplex aus zwölf Hochhausscheiben, der nach 1945 die unter den Nazis verpönten futuristischen Stadtbaukonzepte von Ludwig Hilbersheimer für die City-Bebauung von Berlin aus dem Jahr 1929 nach Hamburg importierte, wodurch tatsächlich auch im Bereich des Städtebaus die ideologische „Umerziehung“ des besiegten Nazideutschland durch die Alliierten vorangetrieben wurde.

Meliáns neues Werk DISHAMMONIA knüpft formal ebenfalls an künstlerische Stadtvisionen der 1920er Jahre an – etwa an Paul Citroens Collage einer Metropole, in der die unterschiedlichsten Bauten sich wild überlagern, überschlagen, durchdringen und so ein Idealbild von Stadt inszenieren, das nicht auf technokratischer Ordnung und Funktionstrennung, sondern auf dem wilden Durcheinander von Formen besteht, das die Stadt wie ein Riff auffasst, an dem die unterschiedlichsten Lebensformen Raum finden, ein Urbanismus, der die Stadt in ihren Sedimentschichten, Überlagerungen, Amalgamen und Superimpositionen begreift, statt Politik mit der Abrissbirne zu machen.[nbsp]

Zeichnen bedeutet immer zweierlei: Die Zeichnung – zumal von Gebäuden – kann beides sein, Erinnerung und Entwurf, Rückblick oder Vorausschau in eine mögliche Zukunft. Der Reisende zeichnet bestehende Bauten, um sich an sie zu erinnern, um ihre Formen und Räume mit dem Zeichenstift nachzuvollziehen, ihren Entwurf im Wortsinn zu erfassen und zu begreifen. Der Architekt zeichnet ein Gebäude, das es noch nicht gibt, es entsteht aus dem Nichts auf dem Papier, es manifestiert sich in einem Gewirr von Linien. Meliáns Zeichnungen gelingt etwas Seltenes – sie umkreisen das Verschwundene, als sei die Linie ein Lasso, das die Form des Baus im Moment seines Verblassens einfängt, gleichzeitig wirken sie wie der Entwurf einer neuen Welt, einer modernen Stadt-Utopie. Dass diese derart unter Beschuss steht, macht Michaela Meliáns Arbeit zum Bild einer im doppelten Sinn gezeichneten Moderne.

 

Niklas Maak, geboren 1972 in Hamburg, leitet das Kunstressort der Frankfurter Allgemeinen Zeitung und unterrichtet Architekturtheorie in Harvard.

Michaela Melián

Dishammonia
21.11.19  -  25.01.20

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Alexander Heim

Fifty Typhoons
05.09.19  -  26.10.19

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Elisa Barrera - Sofia Duchovny - Ane Kvåle

Either we will lie or if not not
23.05.19  -  22.06.19

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Gunter Reski

Temporäre Haut
04.04.19  -  18.05.19

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Edith Dekyndt, Berta Fischer, Stefan Kern
31.01.19  -  09.03.19

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Kerstin Kartscher

Turf
08.11.18  -  02.02.19

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Josef Bauer

Taktile Poesie - die Sprache des Zeigens
06.09.18  -  03.11.18

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Berta Fischer, Alexander Heim, Stefan Kern, Jochen Schmith, Dirk Stewen

Group Show
31.05.18  -  07.07.18

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Jochen Schmith

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12.04.18  -  26.05.18

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Henning Bohl - Fantasy of Manners
01.02.18  -  29.03.18

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Michael Bauch
09.11.17  -  27.01.18

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Dirk Stewen

Negative
07.09.17  -  04.11.17

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Inge Mahn - Ketty La Rocca - Mathilde Rosier - Natalie Czech

Kadel Willborn zu Gast bei Karin Guenther
01.06.17  -  15.07.17

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Agnes Lux

Death Dating
23.03.17  -  27.05.17

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Ellen Gronemeyer

Plankton
02.02.17  -  18.03.17

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Anna Möller

Report (neue Alben)
10.11.16  -  14.01.17

Hello, wind. As if he has been waiting for a chance to burst in…see how he has taken over the whole room…there is no driving him out now.

 

Galerie Karin Gunter is pleased to announce, A Month in the Country, a presentation of new works by Than Hussein Clark. Beginning with Konstantin Stanislavki’s nervous breakdown and his subsequent production of Turgenv’s classic romance as well as Thomas Mann’s periods of rest at the shores of Lake Garda, the exhibition will feature new works in ceramic, glass, and photography produced during the artists time at the Thun Ceramic Residency in Bolzano Italy,  a series of new light boxes, and the release of a short novel.

Than Hussein Clark

A Month In The Country
08.09.16  -  04.11.16

Stefan Marx

Romantic Standard
23.06.16  -  16.07.16

Philipp Modersohn

loose container
07.04.16  -  18.06.16

Alexander Heim

Local Bubbles
11.02.16  -  02.04.16

Michael Bauch - Berta Fischer

20.11.15  -  06.02.16

Markus Amm - Barbara Kasten - Jaromír Novotný - Dirk Stewen

10.09.15  -  14.11.15

Harald Popp

500 Copies
04.06.15  -  04.07.15

Henning Bohl

Fatal, Fatal, Kadath Fatal
26.03.15  -  02.05.15

Marvin Gaye Chetwynd, Berta Fischer, Simone Gilges, Chris Johanson, Stefan Marx, Mike Ploog, Vincent Tavenne, Ina Weber

A blur, a beautiful blurry blur - curated by Giti Nourbakhsch
29.01.15  -  14.03.15

Dirk Stewen

Schwarze Bretter
20.11.14  -  24.01.15

Edith Dekyndt

06.09.14  -  01.11.14

Stefan Kern

Bombette Baguette
11.06.14  -  16.07.14

Michael Hakimi

Lichtfäden, die ins Bild hinüberwandern
25.04.14  -  31.05.14

Harald Popp

20.02.14  -  05.04.14

Stefan Marx & Christoph Keller

Rebel without a cause
31.01.14  -  16.02.14

Hans-Christan Lotz

10.01.14  -  18.01.14
Ohio - Group Show
01.11.12  -  20.12.13

Michael Bauch

05.09.13  -  09.11.13

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Gunter Reski

Entwurf für einen Pressetext
12.04.13  -  18.05.13

Henning Bohl - Wolfgang Breuer - Sabine Reitmaier

24.01.13  -  23.03.13

Markus Amm

09.11.12  -  12.01.13

Hans-Christian Lotz

10.01.14  -  18.01.14

Berta Fischer

06.09.12  -  03.11.12

Stefan Marx

Die Hefte
22.06.12  -  07.07.12

Alexander Heim

Bonnets Nouveaux - Angelsächsische Hauben
11.05.12  -  16.06.12

Michaela Melián

House of Jacquard
24.03.12  -  03.05.12

Christian Flamm & Margarete Jakschik

21.01.12  -  10.03.12

The gallery will be closed for summer holidays until august 20th

Markus Amm, Michael Bauch, Edith Dekyndt, Alexander Heim, Stefan Kern & Michaela Melián

06.12.11  -  20.12.11

Dirk Stewen

Elfenbein
03.09.11  -  16.11.11

Summer Break

The gallery will be closed for summer break until mid of august.

Michael Hakimi

Nonpaper
09.04.11  -  21.05.11

Ellen Gronemeyer

CDU/CSU
12.02.11  -  02.04.11

Stefan Thater

04.12.10  -  05.02.11

Kerstin Kartscher

Still Point
10.09.10  -  13.11.10

Wolfgang Breuer

Aerobics
29.05.10  -  17.07.10

Nina Könnemann

Sommerleute
17.04.10  -  22.05.10
10 Jahre
02.03.10  -  10.04.10

Stefan Marx

The New Old Group
28.11.09  -  06.02.10

Installation

Edith Dekyndt

At night I lie
05.09.09  -  21.11.09

Neue Arbeiten

Michael Bauch

MALEREI
07.05.09  -  11.07.09

Jeanne Faust und Jan Mancuska

Film und Installation
05.03.09  -  25.04.09

Installation

Stefan Marx

The New Old Group
28.11.09  -  06.02.10

Neue Informationen in Vorbereitung. Please call for information.